Gutachten im Obsorge-Verfahren

Die gängig gewordene Klärung wer für das Kind der bessere Elterteil ist, kann grundsätzlich als ein lächerliches und den Sinn verfehlendes Ansinnen bezeichnet werden. Kinder brauchen beide Elternteile und wollen mit einer Trennung der Eltern gar nicht konfrontiert werden.
FamilienrichterInnen sehen sich außer Stande ohne ein Gutachten eine Entscheidung zu treffen -

" ... die Entscheidung sollte doch auch die Beurteilung der Instanz-Gerichte überleben."

So die zuständige Person der Fachgruppe Familienrecht der Richtervereinigung. Sie erklärt weiter:

"Den FamilienrichterInnen fehlt i.d.R. die Erfahrung und mangels entsprechender Grundkenntnisse und Weiterbildung sind sie nicht in der Lage eine familiäre Situation zu beurteilen."1

Familienrichter schenken i.d.R. stichhaltigen Argumenten besorgter Elternteile und von diesen eingereichten psychologischen Stellungnahmen, die die unkorrekte und die Realität verzerrende Begutachtungs- und Schlußweise der SV-Gutachter aufzeigen, weder Aufmerksamkeit noch "rechtliches Gehör".

  1. 1. Podiumsdiskussion am 8.Jänner 2009