Das Obsorge-Verfahren

Präambel:

Die Erfahrung zeigt, dass man mit einer inhaltlich detailierten Auseinandersetzung eher wenig Erfolg hat. Insbesondere ist das Bestreben der Eltern jedes Detail klären zu müssen NICHT im Sinne der mj. Kinder.

Es wird nahezu von allen Verfahrensbeteiligten vergessen was sicherzustellen ist. Es wird ständig um das Wohl des Kindes "herumargumentiert" - sichergestellt wird es nicht, oft nicht einmal ansatzweise. Die Familienrichter, de facto hier in der Funktion einer Schutzmacht des Kindes vergessen die vorrangige Aufgabe - den Schwachen zu schützen - sie versagen kläglich (oder verweigern mit Vorsatz).

Das Wesentliche ist sowohl während als auch nach der Trennungsphase, dass die Beziehung und der Kontakt zwischen den Kindern und zu jedem Elternteil aufrecht erhalten bleibt. Wobei hier die Kontinuität aus Sicht des Kindes als eines der wichtigsten Argumente zu gelten hat. Ein von einer Behörde (auch stillschweigend) unterstützter Kontaktabbruch oder eine (von einem Elternteil oder der mit der vorübergehenden Obsorge betrauten Instanz) gezielt betriebene Besuchsrecht-Blockade ist mit "Gewalt und Folter" gleichzusetzen und somit als Körperverletzung mit Vorsatz zu ahnden.

Die Obsorge

Unter dem Begriff Obsorge versteht man die Gesamtheit der Rechte und Pflichten von Eltern gegenüber ihren minderjährigen Kindern. Die Obsorge umfasst die

  • Pflege und Erziehung des Kindes einschließlich der gesetzlichen Vertretung, wie etwa die Wahrung der Gesundheit, Förderung des Kindes, Schul- und Berufsausbildung usw.
  • Die Verwaltung des Vermögens des Kindes einschließlich der gesetzlichen Vertretung, soweit ein nennenswertes Vermögen vorhanden ist.

Die Pflege betrifft die Pflicht beider Elternteile, für das körperliche und seelische Wohl und für die Gesundheit zu sorgen. Die Pflege beinhaltet auch die Aufsicht über das Kind.
Die Erziehung betrifft die Pflicht der Eltern zur Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung (Förderung der Fähigkeiten, Anlagen und Entwicklungsmöglichkeiten) sowie der Ausbildung.
Unter die gesetzliche Vertretung des Kindes fallen z. B. Antrag auf Ausstellung eines Reisepasses, Schuleinschreibung, Abschluss eines Lehrvertrages, Anträge bei Gericht.
Die Belange betreffend die Verwaltung des Vermögen des Kindes werden vorerst als sekundär erachtet und finden noch keine Beachtung.

Die Erläuterungen zum Thema auf HELP.gv.at dazu ...
Alleinige Obsorge eines Elternteils Stand: 01.07.2015 siehe attached pdf-file

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Alleinige Obsorge eines Elternteils(Stand 20150701-HELP.gv).pdf56.79 KB