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Eltern-Entfremdungssyndrom (PAS)

Das Parental Alienation Syndrome (Eltern-Entfremdungssyndrom; PAS) ist eine psychische Erkrankung, die bei Kindern nach der Trennung ihrer Eltern dann auftreten kann, wenn sie gegen den nicht betreuenden Elternteil instrumentalisiert werden. Dies kann vor allem dadurch geschehen, dass der betreuende Elternteil dem Kind den Kontakt mit dem nicht betreuenden Elternteil dauerhaft verweigert.

Medizinische Aspekte zu PAS

Gardner beschrieb 1985 das Phänomen, dass manche Kinder nach Trennung der Eltern und mit Beginn des Sorgerechtstreits scheinbar ohne nachvollziehbaren Anlass den Kontakt zum nicht betreuenden Elternteil und seinem familiären Umfeld verweigern und dabei absurde Begründungen oder solche, die sie wörtlich vom entfremdenden Elternteil übernommen haben, vorbringen. Sie betonen, dass das „ihr Wille" sei.1 Grund für solche Verhaltensweisen sind häufig das Kind quälende Entfremdungsprozeduren, die vom betreuenden Elternteil gesetzt werden.

Quelle: Auszug aus Juristische Blätter 135, 420-428 (2013) Heft 7; Das Eltern-Entfremdungssyndrom (PAS) aus medizinischer und rechtlicher Sicht, Teil 1. Univ.-Prof. Dr. Hubert Hinterhofer, Stud.-Ass. Thomas Müller, Dr. Dietmar Payrhuber und Ass.-Prof. Dr. Renate Pletzer, NLAS, Salzburg

  1. 1. Gardner, Entfremdungssyndrom 27; vgl hierzu auch Kodjoe/Koeppel, The Parental Alienation Syndrome (PAS) B.3.6. papa-help.ch/pas.html (abgerufen: April 2013).
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Social OSWALD,The Parental Alienation Syndrome (PAS)_20131108.pdf169.01 KB