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Folter - Definition laut UN-Antifolterkonvention

Die UN–Antifolterkon­ven­tion enthält in ihrem Artikel 1 eine Def­i­n­i­tion der Folter:
Nach Artikel 1 der Kon­ven­tion ver­steht man unter Folter jede Hand­lung, durch die einer Per­son vorsät­zlich große kör­per­liche oder seel­is­che Schmerzen oder Lei­den zuge­fügt wer­den. Diese Def­i­n­i­tion wird durch erk­lärende Beispiele noch weiter spez­i­fiziert. So muss diese Schmerzen bzw. Lei­den zuführende Hand­lung erfolgen:

  • z. Bsp. um von der Per­son oder einem Drit­ten eine Aus­sage oder ein Geständ­nis zu erlangen,
  • um sie für eine tat­säch­lich oder mut­maßlich von ihr oder einem Drit­ten began­gene Tat zu bestrafen,
  • um sie oder einen Drit­ten einzuschüchtern oder zu nötigen
  • oder aus einem anderen, auf irgen­deiner Art von Diskri­m­inierun­gen beruhen­den Grund.

Dabei ist allerd­ings Voraus­set­zung nach Artikel 1, dass

  • diese Schmerzen oder Lei­den von einem Ange­höri­gen des öffentlichen Dienstes
  • oder einer anderen in amtlicher Eigen­schaft han­del­nden Person,
  • auf deren Veranlassung
  • oder mit deren aus­drück­lichem oder stillschweigen­dem Einverständnis

verur­sacht werden.

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Forensik

Der Begriff stammt vom lat. forum: Marktplatz, Forum (Plural: Foren). Im antiken Rom wurden Gerichtsverfahren, Untersuchungen, Urteilsverkündungen sowie der Strafvollzug öffentlich auf dem Marktplatz durchgeführt. Unter Forensik werden heute jene Arbeitsgebiete zusammengefasst, in denen systematisch kriminelle Handlungen identifiziert, analysiert bzw. rekonstruiert werden.

Teilgebiete der Forensik: Forensische Psychiatrie, Ballistik, Computer-Forensik und Rechtsmedizin.
a) Die forensische Psychiatrie ist ein Teilgebiet der Psychiatrie, das sich mit der Behandlung, der Begutachtung und der Unterbringung von psychisch kranken Straftätern befasst. I.e.S. befasst sich die forensische Psychiatrie mit Fragen der Psychiatrie, die von Gerichten und Behörden gestellt werden. Der Begutachtung kommt dabei eine große Bedeutung zu. Die gutachterliche Beurteilung umfasst z.B. die Beurteilung der Schuldfähigkeit von Straftätern.
b) Die Ballistik (griech. werfen) ist „die Lehre von den geworfenen Körpern“, d.h. ein Teilbereich der Physik; sie beschreibt die Vorgänge, die einen Körper betreffen, der sich durch ein Schwerefeld bewegt. Zentrales Untersuchungsparadigma ist die ballistische Kurve, deren Idealisierung die Wurfparabel ist. Daneben analysiert sie die Zusammenhänge mit Geschoss, Ausstossladung und Abschussvorrichtung.
c) Der Begriff Comupter-Forensik (Digitale Forensik) hat sich in den letzten Jahren für die Methode des Nachweisens und Ermittelns von Straftaten aus dem Bereich der Computerkriminalität durchgesetzt. Dies ist ein Teilgebiet, das sich mit dem Nachweis und der Aufklärung von strafbaren Handlungen z.B. durch Hacker oder die Analyse von digitalen Spuren wie DNA beschäftigt.
d) Rechtsmedizin (Forensische Medizin) umfasst die Entwicklung, Anwendung und Beurteilung medizinischer und naturwissenschaftlicher Kenntnisse für die Rechtspflege bzw. Rechtsprechung.

Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon - Forensik